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Gedanken über uns Schachspieler ;-)

Vision ...

 ... und Wirklichkeit

Gute Schachspieler gehören meist der Oberschicht an. Geht mal zu einem Schachturnier und schaut, wie viele Reiche ihr dort findet! Null. Die sind viel zu sehr damit beschäftigt, mit Frauen zu flirten und schnelle Autos zu fahren.
Filmschachspieler sind immer charmante und weltoffene Leute. Echte Schachspieler sind meist introvertiert und so sehr auf Schach fixiert, dass sie keine Zeit damit mit so trivialen Dingen wie Liebe, Arbeit oder Lebenslust vergeuden können. Das einzige, was sie außer Schach noch reizt, sind oftmals Computer.
Große Schachspieler fühlen sich immer geehrt, auf dem Philippino-Art-Set irgend eines reichen Typen spielen zu dürfen. In Wirklichkeit spielen gerade gute Schachspieler meist auf simplen, unverzierten Holz- oder Plastiksets. Keine roten und blauen Figuren, keine aus Keramik oder Metall, keine Elefanten als Türme.
Meistens wird das Brett selbst oder zumindest die Dame falsch aufgestellt. RICHTIG: Schwarzes Feld A1 links vom weißen Spieler, Dame auf die eigene Farbe.
Angeblich brillante Spieler übersehen in kritischen Spielen, dass sie den Gegner in einem Zug matt setzen könnten. Dies wäre ungefähr so, als würde ein Rennfahrer rückwärts gegen die Garagenmauer fahren.
Andererseits können gute Spieler häufig die nächsten 15-20 Züge voraussehen, oft sogar mitten in der Partie, wenn noch alle Figuren im Spiel sind. Leichter wäre es, die Lottozahlen der nächsten fünf Jahre zu erraten. Erst gegen Ende des Spiels, wenn nur noch wenige Figuren im Spiel sind, wird es z.B. nötig zu zählen, wer zuerst ein bestimmtes Feld erreichen kann.
Erfahrene Spieler werden oft von Anfängern besiegt, indem sie intuitiv einen unorthodoxen brillanten Zug machen. Dies kann passieren, wenn der erfahrene Spieler einen wirklich schlechten Tag hätte. Davon wird jedoch nie etwas erwähnt...
Spieler, die dem Gegner deutlich hinterher hinken (z.B. weil sie mehr Figuren verloren haben), gewinnen trotzdem, indem sie überraschend einen wirklich genialen Zug hinlegen. Wenn sie so gut sind, wieso gelangten sie dann erst so weit ins Hintertreffen?

Quelle: www.space-2063.de

© 2001-2006 Anett Sänger *** Schachverein Görlitz 1990 e. V.
letzte Aktualisierung am 07. November 2006