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Michael Goller
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| Der Schachspieler II |
Der Schachspieler I |
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| Ikone mit Läufer |
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| Erinnerung an Licht (Porträt Peter Stone † mit schwarzem und weißem Läufer) |
Erinnerung an Licht (Porträt Klaus Sobolewski † mit schwarzem und weißem Turm) |
Erinnerung an Licht (Selbstporträt mit schwarzem und weißem Springer) |
Die beiden Papierarbeiten "Schachspieler" entstanden 2001 in
einer Folge von Papierarbeiten, die nach "Mensch und Werkzeug" sucht. So gibt es
noch Tennisspieler, Mikrofonredner und Gitarrespieler. Beim Schachspieler findet
die prägende Aktion (äußerlich sichtbar) in dem kurzen Moment des Interagierens
mit der Schachfigur statt, wenige Sekunden des Aufnehmens der Figur und
Absetzens. Die Idee des Spiels, die Absicht des Zuges, ist hingegen von außen
nicht sichtbar, es ist nur eine fragmentarische Ebene. Die Malerei versucht nun
dabei die Schnittstelle auszuloten zwischen innen und außen.
Die drei Bildnisse "Erinnerung an Licht" entstanden Anfang 2006 als
Porträts von Klaus Sobolewski, dem Musiker Peter Piek und sich selbst. Die
konkrete Figur ist hier die untere Ebene, die hinter den Schachfiguren, hinter
dem dialogischen Bewusstsein liegt. Eine Wahrnehmung wie während eines Spiels?
Zudem eine Suche nach Weiß, ein Vorgriff auf eine Entwicklung, die bis heute
anhält.
"Michael Goller gibt in seinen neuen Bildern der Vielschichtigkeit und
Ambivalenz unserer Tage, den komplexen Beziehungssystemen, in denen wir uns
befinden, einen zeitgemäßen Ausdruck, der von archaischer Kraft und malerischer
Verve beseelt ist."
(Alexander Stoll, 04/2006)
"Gerade die Verknüpfung von Sprache und Gegenstand zum dialogischen Sprachbild
verleiht den Werken von Michael Goller jene Stärke und Originalität, die es
lohnend macht, sich mit ihnen intensiv zu beschäftigen."
(Franklin Pühn, 01/2006)
"... Michael Gollers Kunst ist beeinflusst von skriptural arbeitenden
Künstlern wie auch von expressiver Malerei. Als Bewunderer des Medienzeitalters
und professionell im Umgang mit den neuen Medien ist er trotzdem
leidenschaftlicher Maler. Bei der Verbindung von Schrift und Bild, die Michael
Goller in zahlreichen Werken anstrebt, spielen die Aspekte des Miteinanders, der
Vernetzung und der Kommunikation eine wesentliche Rolle. Die beste Wirkung
seiner Bilder liegt in einer Synthese aus Wort und Bild. Zum Zwecke des
verständlich Machens seines bildhaften Denkens, dient Michael Goller die Schrift
auf seinen Bildern.
Michael Goller, gehört zu der Generation von Künstlern, die
mit Wort und Bild arbeiten und die mit der Synthese beider Kunstformen
ein gemeinsames Ziel, die nichtrationale Erkenntnis, verfolgen. Seine
symbolträchtigen pastosen Malereien erscheinen mir von besonderer
Hintergründigkeit. Sein Temperament lebt auf in der Farbe. Er trägt
sie vehement und doch überlegt, mit gezügelter Energie auf, um den
Inhalt, der ihm immer wichtig ist, maximal vermitteln zu können.
Goller hinterlässt auf der Leinwand Spuren und Gesten, Andeutungen von Figürlichem,
scheinbar flüchtige Notizen und eingearbeitete Fundstücke unseres
schnelllebigen technoiden Zeitalters. Seit einiger Zeit durchläuft
Michael Goller die dramatischer Entwicklung expressiver Malerei. Seine
starken und symbolbeladenen pastosen Malereien sind von besonderer Schönheit
und auch Hintergründigkeit. Ein generelles Merkmal seiner Bilder ist
der Dimensionssprung, das heißt, eine Synthese von verschiedenen
visuellen Auffassungen zu einem Komplex. ..."
(Bernd Weise, 02/2001)
Im April 2008 entstanden "Die Schachspieler".
Das Ölbild links trägt mit seinen rechteckigen Durchbrüchen in die untere
Ebene ein für Michael Goller typisches Element. Die nach der Übermalung
entfernten Rechtecke bilden die Basis für die in Mischtechnik entstandene
Papierarbeit rechts.
So sind zwei sehr verschiedene und doch zusammen gehörende Bilder
entstanden. Die Papierarbeit ist beinahe ungewohnt realistisch. Sie wirkt
sehr dynamisch, da die Spieler gerade ziehen. Die dunklen Farbkleckse
verstärken das noch. |
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Im Juni 2008 folgte das Ölbild "Der Schachspieler".
Es ist dem am 17. Januar 2008 verstorbenen Schachgroßmeister Bobby Fischer
gewidmet. Entstanden ist das Bild nach einem Foto, das Bobby Fischer als
Patiencen legenden Kartenspieler zeigt.
Die Durchbrüche in die untere Ebene wurden deshalb durch Spielkarten
geschaffen. Die roten Kringel in der obersten Ebene sind eine vorläufige
Formfindung aus Fragmenten von Schachfiguren, die dann anderssinnig und
andershändig wieder zusammengefügt wurden. Dass das "Kringelhafte" zuerst
auffällt, bedeutet einen gewissen Teilerfolg darin, die konkrete Figur zu
vermeiden. |
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"Michael Goller malt und textet, textet und malt. Manchmal
nebeneinander her, oft aber ineinander. Er mag der Getriebenste und Rastloseste
sein unter den
Querschlägern, bei dem Selbstzweifel und Höhenrausch eng beieinander
liegen..."
(Dr. Ina Gille, 05/2005)
In einigen seiner Texte spielt das Schachspiel eine
Schlüsselrolle: In "Atelierbesuch
- Über den Maler Peter Piek" symbolisiert das Schachspiel eine
bestimmte Position in der Bildenden Kunst und in "Materialbesuch
- Über den Bildhauer Jens Ossada" bildet es den Schluss. Weiterhin ist
im
Kunstkeller Annaberg e.V. ein Buch zum Gedächtnis an
Klaus Sobolewski erschienen, in dem ein Text von Michael Goller abgedruckt
ist, der einen Schachhinweis enthält: "Erinnerung
an Licht - 2 Briefe für Klaus Sobolewski".
Aktuelle Ausstellungen
Galerie
Sybille Nütt, Obergraben 10, 01097 Dresden
18.01.-19.03.2010: 10 Künstler - 10 Sprachen
10 ausgewählte Positionen Dresdner Gegenwartskunst
Galerie Weise,
Innere Klosterstr. 1, 09111 Chemnitz
04.02.-20.03.2010: Michael Goller. Apostroph
Kunstkeller
Annaberg
07.02.-30.04.2010
Kunst für
Chemnitz e.V. / Heck-Art-Galerie, 25.02.-30.04.2010
Arbeiten auf Papier von Michael Goller: Schriftliches Experiment
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Puppenspieler (Insekt)
2009, Öl auf Leinwand, 55 x 145 cm
 Das Gastmahl des Ijob
2009, Öl auf Leinwand, 110 x 230 cm |
in Vorbereitung:
Saarländisches
Künstlerhaus Saarbrücken, 29.04.-06.06.2010
Turmgalerie im Schloss Augustusburg, 11.09.-17.10.2010
St.-Matthäus-Kirche, Chemnitz [mit Ilona Langer], 17.06.-30.09.2011 |
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