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Pressespiegel SV Görlitz 1990

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Daumen drücken für Katharina Weiß

Görlitzerin startet bei der WM in Griechenland

Heute beginnen im griechischen Heraklion die Schachweltmeisterschaften der Jugend. Wenn sich knapp zwei Wochen lang die Besten aller Kontinente an den Brettern, die für sie die Welt bedeuten, gegenüber sitzen, ist mit der zwölfjährigen Katharina Weiß erstmals auch ein Talent aus der Neißestadt mit von der Partie. Die Schülerin vom Joliot-Curie-Gymnasium zählt wie die Mehrheit der deutschen Teilnehmer allerdings zu den Außenseitern. Allein die Qualifikation für diesen Höhepunkt auf Kreta ist jedoch der bislang größte Erfolg der Görlitzerin, die seit fünf Jahren zur deutschen Spitze ihrer Altersgruppe gehört. Den letzten Schliff für die Weltmeisterschaft erhielt Katharina zusammen mit den anderen WM-Fahrern am vergangenen Wochenende am Dresdner Sportgymnasium. Zu den Trainern dort zählte auch die sächsische Schachlegende Wolfgang Uhlmann, „von dem ich eine ganze Menge lernen konnte", so die Achtklässlerin. (awß)

Quelle: Sächsische Zeitung vom 15. November 2002

Gelungener WM-Auftakt für Katharina Weiß

Mit zwei Punkten aus drei Begegnungen liegt Katharina Weiß bei der Schach-Weltmeisterschaft im griechischen Heraklion überraschend im Vorderfeld. Die zwölfjährige Görlitzerin trennte sich in der Auftaktpartie nach hartem Kampf von der englischen Meisterin Unentschieden. In der zweiten Runde konnte sich das Talent vom SV Görlitz 1990 sicher gegen ihre Kontrahentin aus Kasachstan durchsetzen und kam zu einem vollen Punkt. Nach mehr als dreistündiger Auseinandersetzung gab es gestern Abend gegen eine international erfahrene Gegnerin aus Frankreich ein Remis. Nach diesem gelungenen Start in die Welttitelkämpfe der Junioren warten nun schwerere Brocken auf die Außenseiterin von der Neiße. (awß)

Quelle: Sächsische Zeitung vom 18. November 2002 (Titelseite)

Pähtz widerlegt Kasparow

Junioren-Weltmeisterin spielt in der Männer-Bundesliga

Junioren-Weltmeisterin Elisabeth Pähtz. Foto: SZ/Jürgen Lösel

Erfurt. Elisabeth Pähtz hat als frisch gebackene Schach-Weltmeisterin das Urteil von Garri Kasparow widerlegt. „Elisabeth spielt mutig und hat Ideen", meinte der ehemalige Weltmeister aus Russland, „aber sie hat schwache Nerven." Doch genau diese hatte die Erfurterin beim U18-Titelkampf im griechischen Heraklion fest im Griff. Im entscheidenden letzten Spiel bot die 17-Jährige mit gut positionierten Steinen ihrem Gegenüber erst Remis an, als ihre ärgste Kontrahentin, Tamar Tsetereli aus Georgien, am Nachbarbrett aufgab.
Mit 8,5 Punkten aus elf Partien verwies Elisabeth Pähtz die Französin Marie Sebag und Tsetereli (je 8,0) auf die Ränge zwei und drei und erfüllte sich damit ihren Traum. Das Nesthäkchen hat längst alle Rekorde im deutschen Schach Zug um Zug gebrochen. Mit neun Jahren spielte sie in der Frauen-Bundesliga, mit 13 Jahren gab sie ihr Auswahl-Debüt, als 14-Jährige wurde sie deutsche Meisterin und zwei Jahre darauf die jüngste Großmeisterin hier zu Lande. Mit dem WM-Titel trägt mehr als 80 Jahre nach dem legendären Emanuel Lasker wieder ein in Deutschland geborener Schachspieler die höchste Würde im königlichen Spiel. Lasker war von 1894 bis 1921 Herren-Weltmeister des Weltverbandes Fide.
Inzwischen sitzt sie beim Erfurter SK in der Männer-Bundesliga am Brett und in einer Mannschaft mit ihrem Vater Thomas Pähtz. Der Großmeister und Schachtrainer hat die Begeisterung für das königliche Spiel bei der Tochter schon früh geweckt. „Mit fünf wusste ich, wie die Figuren ziehen", erzählt Elisabeth, die zunächst als Maskottchen immer wieder ihren Bruder Thomas jr., der es später immerhin bis zum Landesmeister schaffte, zu Turnieren begleitete.
Inzwischen besucht Elisabeth Pähtz die 11. Klasse des Sportgymnasiums in Dresden und wohnt dort im Internat. Ein zusätzlicher Zeitaufwand, doch „gilt hier Schach als anerkannte Sportart". Das vereinfacht das Lernen und Trainieren, weil sie sich nicht anderen Disziplinen und Trainingszeiten anpassen muss. Zwölf bis 15 Stunden nimmt das Büffeln am Schachbrett wöchentlich in Anspruch.
Was nach dem Abitur kommt, „weiß ich noch nicht", sagte Elisabeth. Sie interessiert sich für Fremdsprachen (Lieblingsfach: Englisch), spielt Klavier und verfügt - schachbedingt - über ein bemerkenswertes Gedächtnis. In einer Pause zwischen zwei Unterrichtsstunden kann sie zwei, drei A4-Seiten verschlingen und anschließend auswendig reproduzieren.
Ihre kesse Lippe bekamen schon Harald Schmidt, der sie zwei Mal einlud, und Johannes B. Kerner in ihren Talkshows zu spüren. Und kürzlich durfte sich die Kronprinzessin gar mit dem großen König messen. Garri Kasparow lud die Erfurterin in München zu einem Blitzmatch ein. Auch wenn dies mit 6:0 für den früheren Champion endete, hatte Kasparow viel Lob übrig. Und irrte sich in Bezug auf die Nerven von Elisabeth Pähtz. (dpa)

Quelle: Sächsische Zeitung vom 26. November 2002

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letzte Aktualisierung am 02. Januar 2005