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Pressespiegel SV Görlitz 1990

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Favoritensieg beim Jubiläum

Fünf Schachgroßmeister in Görlitz / Sieger kommen aus Weißrussland und Rostock / Neuer Teilnehmerrekord

Wurde mit Platz elf bester Spieler der Region beim Jubiläums-Äskulap: Piotr Kowalak vom gastgebenden Schachverein Görlitz 1990. Foto: P. Wilhelm

Fünf Schachgroßmeister, weitere internationale Titelträger und rund 200 Teilnehmer - das Äskulap 2003 setzte Maßstäbe und zählte wiederum zu den bedeutendsten Schachturnieren Deutschlands während der Osterzeit. Die zwanzigste Auflage des beliebten Turniers übertraf alle Erwartungen der Görlitzer Schachenthusiasten. Vier Tage lang kämpften 138 Teilnehmer aus fünf Ländern sowie aus fast allen Bundesländern im Jugendhaus „Wartburg" um die Punkte. Hinzu kamen am Karfreitag drei Freizeitturniere, so dass sich rund 200 Schachbegeisterte an den Brettern gegenübersaßen.

Görlitzerin sorgt für Überraschung

Gespielt wurde erstmals in zwei Turniergruppen. Im Hauptturnier, an dem 108 Schachsportler teilnahmen, verlief der Auftakt ohne Überraschungen. In der zweiten Runde wankten die ersten Favoriten. So musste sich der lettische Großmeister Zigurds Lanka vom Dresdner SC ebenso mit einer Punkteteilung begnügen wie der Berliner Internationale Meister Drazen Muse, dem die 18-jährige Görlitzerin Anna Socha ein sensationelles Remis abtrotzte. In der dritten Runde stolperte der tschechische Internationale Meister Leonid Voloshin. Der Äskulapsieger des Vorjahres gab einen halben Zähler ab.
Die vierte Runde brachte die ersten Spitzenpaarungen zwischen den internationalen Titelträgern. Zunächst trennten sich Zbigniew Ksieski aus Polen und der an Nummer eins gesetzte Juri Zezulkin aus Weißrussland unentschieden. Das gleiche Ergebnis kam auch zwischen dem tschechischen Großmeister Petr Haba und dem stark spielenden Außenseiter Mike Stolz aus Magdeburg zu Stande. Der dreifache Seniorenweltmeister Janis Klovans aus Lettland nutzte die Gelegenheit, mit dem Sieg gegen den Internationalen Meister Ralf Schöne die alleinige Führung mit vier Punkten zu übernehmen. Für eine Sensation sorgte unterdessen Dr. Frank Hollstein von Rochade Zittau, der Voloshin einen weiteren halben Zähler abnahm.
Großmeister Slobodjan war der große Gewinner der fünften Runde, nachdem ihm als einzigem aus dem Spitzenquartett ein Sieg gelang. Das Großmeisterduell zwischen Zezulkin und Klovans endete unentschieden. In der Vorschlussrunde stand am Spitzenbrett das Duell der Generationen auf dem Programm: Der dreifache Seniorenweltmeister Janis Klovans traf auf den ersten deutschen Juniorenweltmeister Roman Slobodjan. Fast fünf Stunden lang lieferten sich beide eine überaus spannende Auseinandersetzung, die auch zahlreiche Zuschauer in ihren Bann zog. In einer dramatischen Zeitnotphase konnte Slobodjan seine Vorteil nicht verwerten und musste in die Punkteteilung einwilligen. Die Großmeister Haba, Lanka und Zezulkin setzten sich jeweils durch.
Die Entscheidung in der letzten Runde ließ an Spannung kaum etwas zu wünschen übrig. Gleich sieben Akteure lagen mit jeweils fünf Punkten gemeinsam an der Spitze und die Ansetzungen waren auch für die Zuschauer etwas Besonderes. In der Spitzenpaarung kämpften mit Juri Zezulkin und Leonid Voloshin ausgerechnet die beide Sieger der letzten drei Jahre erneut um den Äskulap-Pokal. Dahinter lauerten in reinen Großmeisterduellen Slobodjan kontra Haba und Lanka kontra Klovans im lettischen Duell. Zwischen den beiden Internationalen Meistern Muse und Ksieski sollte es gleichfalls hoch hergehen. Knapp fünf Stunde Spielzeit mussten vergehen, ehe der Sieger feststand. Bereits zum dritten Mal nach 2000 und 2001 sicherte sich der weißrussische Großmeister Juri Zezulkin den Turniersieg.

Knapper Ausgang bei Premierenturnier

Spannend ging es auch im erstmal ausgetragenen Apothekenturnier zu. Am Ende musste die Wertung unter drei Punktgleichen entscheiden. Dabei setzte sich Peter Micheel von der HSG Uni Rostock durch. Hinter Ralf Rennert vor Dresdner SC 1898 belegte Anett Konetzke vom SV Görlitz 1990 den ausgezeichneten dritten Rang und avancierte zugleich zur erfolgreichsten Teilnehmerin. Gut platzierten sich die Görlitzer Jugendspieler. Paul Nitsche als Neunter, Lars Nitschke als Elfter und Daniel Reimann als Dreizehnter knüpften dabei an die guten Saisonleistungen an. Auch Georg Rönsch erreicht mit fünfzig Prozent der Punkte ein für ihn sehr gutes Ergebnis. Lars Nitschke erhielt die Auszeichnung als erfolgreichster Schüler.
Wiederum viel Beachtung fanden die Rahmenturniere. Im Freizeitturnier gab Andreas Steinert lediglich ein halbes Pünktchen ab und gewann. Den Sieg im Schülerturnier der 14-Jährigen sicherte sich Felix Häusler vom SC Oberland. Er gewann alle fünf Runden. Den Sieg bei den Zehnjährigen erkämpfte sich Jonas Dünzel vom SC Niesky. (awß)

Quelle: Sächsische Zeitung vom 22. April 2003

© 2001-2007 Anett Sänger *** Schachverein Görlitz 1990 e. V.
letzte Aktualisierung am 28. Januar 2007