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Pressespiegel SV Görlitz 1990

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Bronzerang für Görlitzer Talent

Katharina Weiß feiert bei Deutscher Meisterschaft ihren größten nationalen Erfolg

Katharina Weiß

Katharina Weiß vom Schachverein Görlitz 1990 feierte in ihrer Geburtsstadt Magdeburg ihren bislang größten nationalen Erfolg.

Rund 1500 Schachsportler aus ganz Deutschland kämpften ein Jahr lang in fünf Qualifikationsgruppen um den Einzug in die Finals der zweiten Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft. Vor wenigen Wochen erkämpfte sich mit der zwölfjährigen Katharina Weiß vom SV Görlitz 1990 in Halle an der Saale eine der Jüngsten im Feld der zumeist Erwachsenen die Qualifikation für das Finale in Magdeburg. Nach den zahlreichen Deutschen Meisterschaften im Schülerbereich war dieses Championat etwas Besonderes für das Talent von der Neiße. In Magdeburg ging es für Katharina in erster Linie um ein gutes Abschneiden.

Nur knapp den Titel verpasst

Der Start verlief verheißungsvoll. In einer viereinhalbstündigen Auseinandersetzung gegen ihren fast fünfmal so alten Kontrahenten vom Delmenhorster SK setzte sich Katharina sicher durch.
Im gleichen Angriffsstil gestaltete sie mit den ungünstigeren schwarzen Figuren die zweite Runde gegen Ines Apelt vom SV Höhenkirchen. Trotz der chancenreichen Konstellation auf dem Brett gab Katharina die Vorteile gegen die 33-Jährige aus Bayern noch aus der Hand und verlor. Am Ende sollte dies sogar über den Titel entscheiden.
In den folgenden drei Runden gab sich Katharina, die in allen Spiele jeweils zwischen vier und fünf Stunden am Brett kämpfte, keine Blöße mehr. Gegen den 24-jährigen Olaf Budach von Stahl Eisenhüttenstadt erspielte sie sich einen frühzeitigen Vorteil, den sie nicht mehr aus der Hand gab. Ähnlich verlief die Auseinandersetzung mit dem Kieler Daniel Schramm, dem sie mit ihrem dritten Sieg in der vierten Runde alle Titelchancen nahm. In der Schlussrunde traf die Schülerin vom Görlitzer Joliot-Curie-Gymnasium auf den klaren Spitzenreiter, den 28-jährigen Christian Hoops aus Baden-Württemberg, der alle vier Runden gewonnen hatte. Erneut musste Katharina mit den schwarzen Steinen gegen den gegnerischen Anzugsvorteil kämpfen. Nach fast fünf Stunden wurde sie für ihren Einsatz belohnt. Mit dem unerwarteten Sieg lag gleich ein ganzes Quartett punktgleich an der Spitze, so dass die im Schach übliche Wertung entschied. Großer Jubel herrschte schließlich, als es für das Görlitzer Talent zum Bronzerang reichte.
Neben dem erfolgreichen Abschneiden bei der Weltmeisterschaft in Griechenland im vergangenen Herbst ist dieser dritte Platz der bislang größte Erfolg Katharinas. Im Beisein des Präsidenten des Deutschen Schachbundes Alfred Schlya und Sachsen-Anhalts Finanzminister Prof. Dr. Karl-Heinz Paqué, selbst ein passionierter Schachspieler, nahm Katharina ausgerechnet in ihrer Geburtsstadt Magdeburg den Pokal für den dritten Platz entgegen. Für das Görlitzer Schach bedeutet dieser unerwartete Erfolg nach dem Deutschen Vizemeistertitel durch Hannelore Liebs bereits die zweite Medaille in dieser Saison. (awß)

bullet Endstand (26 Teilnehmer):
  1. I. Apelt (Höhenkirchen/Bayern) 4,0 Punkte
  2. Chr. Hoops (Bebenhausen/Baden-Württemberg) 4,0 Punkte
  3. K. Weiß (SV Görlitz) 4,0 Punkte
  4. A. Jehle (Ingersheim/Baden-Württemberg) 4,0 Punkte
  5. P. Mazarov (Essen/Nordrhein-Westfalen) 3,5 Punkte
  6. Chr. Bussard (Niederkassel/Nordrhein-Westfalen) je 3,5 Punkte

Quelle: Sächsische Zeitung vom 5. Mai 2003

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letzte Aktualisierung am 28. Januar 2007