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Pressespiegel SV Görlitz 1990

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SZ-Sportlerumfrage

Aus Frau Liebs ist Frau Neumeyer geworden

Kandidaten vorgestellt: Hannelore Liebs hat 2003 den Sachsenmeister-Titel im Schnellschach geholt

Von Carola Gerlach

Hannelore Liebs

Hannelore Neumeyer hat eine imposante Titelsammlung. Foto: P. Wilhelm

Keine Feier ohne Meier und keine Sportlerumfrage ohne Hannelore Liebs. So kann man die Popularität der wohl besten Görlitzer Schachspielerin auf einen Nenner bringen. Obwohl es nicht ganz korrekt ist, denn aus Frau Liebs ist im Dezember Frau Neumeyer geworden. Ganz unspektakulär, wie sie sagt. „Es war gerade ein Termin im Standesamt frei, und so habe ich meinen Mann Andreas eben geheiratet. Anschließend ging es zum Tapezieren in die neue Wohnung." Und die ist seit Weihnachten in Leipzig. Aber dem Görlitzer Schachverein geht Hannelore Neumeyer nicht verloren. „Ich habe schließlich eine Frauen-Mannschaft für die zweite Bundesliga hochgepäppelt und kann jetzt nicht alles hinwerfen", kommt es in der für sie gewohnt burschikosen Art und Weise durchs Telefon. Die noch 47-Jährige persönlich in Görlitz anzutreffen, ist jetzt eher selten. Auch wenn Mutter und Sohn hier wohnen. Hannelore Neumeyer arbeitet schließlich als Geschäftsführerin des Sächsischen Schachverbandes in Dresden.

Training am Computer

Und in diesem Jahr kommt noch ein weiterer Posten dazu. Sie übernimmt die Organisation von bundesweiten Schach-Wettkämpfen. Dazu gehören natürlich auch Deutsche Meisterschaften, an denen sie als Aktive auch selbst an den Start gehen will. Im Sommer ist es wieder so weit. Ihre Chancen, sich mit einem Titel beim Deutschen Championat zu schmücken, schätzt Hannelore Neumeyer als eher gering ein. „Dort bin ich ein blindes Huhn, das vielleicht mal ein Korn findet." Weit besser sieht es bei den sächsischen Meisterschaften aus, wo sie als Favoritin gilt. 2003 hat sie „über das Wochenende" den Titel im Schnellschach (eine Partie dauert 30 Minuten) und den zweiten Platz im Blitzschach (eine Partie dauert fünf Minuten) geholt. „Als alte Frau dauert das jetzt beim Denken ein bisschen länger", kommentiert sie den Erfolg im Halbstunden-Duell. Am heimischen Computer übt die Neu-Leipzigerin die besten Züge, manchmal sitzt sie am Brett auch ihrem Ehemann gegenüber. „Der ist aber viel besser als ich", erkennt sie neidlos an. Für ein paar Tage wird das Spiel mit den schwarzen und weißen Figuren demnächst in den Hintergrund treten. Dann wollen die Frischvermählten in die Flitterwochen.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 17. Januar 2004

© 2001-2005 Anett Sänger *** Schachverein Görlitz 1990 e. V.
letzte Aktualisierung am 02. Januar 2005