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Großmeisterduo ist erneut favorisiert
XXI. Äskulap-Turnier beginnt morgen in Görlitz
Es ist wieder soweit. Ab morgen treffen sich in Görlitz
wieder Schachspieler aus nah und fern, um die Bretter, die für sie die Welt
bedeuten, zu erobern. Der Schachverein Görlitz lädt vor Ostern zum
traditionellen Äskulap-Turnier.
Auch im Jahr eins nach dem 20. Jubiläum wollte das Organisationskomitee seinem
hohen Standard gerecht werden und ein attraktives Turnier auf die Beine stellen.
Und dies scheint gelungen.
Denn mit bereits mehr als 160 Anmeldungen verzeichnet das Äskulap einen erneuten
Teilnehmerrekord. Im Apotheken-Turnier, dem Wertzahl beschränkten Turnier für
die nicht ganz so starken Spieler, das erst zum zweiten Mal ausgetragen wird,
hat sich die Teilnehmerzahl zum Vorjahr auf 60 verdoppelt.
Spieler aus zwölf Bundesländern sowie sechs Nationen belegen, dass das
östlichste Schachturnier Deutschlands nahezu bundesweit in den Terminkalendern
der Spieler ein fester Bestandteil geworden ist, es aber auch seinem
internationalen Charakter Rechnung trägt. Im Bereich Attraktivität haben die
Organisatoren ebenfalls gute Arbeit geleistet. Zwölf internationale Titelträger,
darunter zwei Großmeister, sechs Internationale Meister und vier FIDE-Meister,
haben für das Turnier gemeldet und möchten es sich nicht nehmen lassen, um Platz
eins zu kämpfen. Unter ihnen viele bekannte Gesichter, wie die Internationalen
Meister Zbigniew Ksieski und Grigory Bogdanovich, die seit vielen Jahren zu
unseren Stammgästen gehören; Turnier und Stadt in ihr Herz geschlossen haben.
Topfavoriten dürfte jedoch das Großmeistergespann vom SK Zehlendorf sein;
Großmeister Jurij Zezulkin und Großmeister Leonid Voloshin. Sie haben das
Turnier die letzten vier Jahre dominiert. Während Voloshin die vergangenen zwei
Jahre als Sieger hervorging, stand Zezulkin 2000 und 2001 auf der Rangliste ganz
oben. Und auch 2004 wird der Weg zum Sieg wohl nur über diese beiden Spieler
führen. Zumal Jurij Zezulkin bereits seine großartige Form mit dem Gewinn des
Dresdner Porzellancups 2004 bewies, wo er sich gegen 16 andere Großmeister
durchsetzte.
Dass Schach ein Spiel und Sport für jedermann ist, beweisen die Teilnehmer
dieses Jahr eindrucksvoll selbst. So ist der Jüngste unter ihnen gerade sieben
Jahre alt, während der Älteste stolze 65 Jahre vorweisen kann. Wer sich also
selbst einmal mit anderen in der Kunst des königlichen Spiels messen will, der
erhält dazu am Freitag Gelegenheit. Ab 13.30 Uhr starten im Jugendhaus
„Wartburg" auf der Johannes-Wüsten-Straße für alle Interessierten das
Kinderturnier „Äskulap-Junior" sowie das „Freizeit-Turnier" für die Nichtaktiven
und Hobbyschachspieler. Auch alle, die den großen Meistern nur mal über die
Schulter schauen wollen, können dies von Mittwoch bis Sonnabend tun. Der
Schachverein Görlitz 1990 e.V. heißt Sie recht herzlich willkommen. (tl)
Quelle: Sächsische Zeitung vom 06. April 2004