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Großmeister geärgert, aber nicht vom Thron gestoßenJurij Zezulkin gewinnt zum vierten Mal das Äskulap-Turnier / Görlitzer Schachnachwuchs beim Apothekenturnier erfolgreich, Daniel Reimann wird sensationell ZweiterDas XXI. Äskulap ist Geschichte. Von Mittwoch bis Sonnabend kämpften mehr als 200 Spieler in den vier Turnieren, Äskulap, Apotheken-Turnier, Freizeit-Turnier und Äskulap-Junior um die begehrten Podestplätze. Von Thomas Liebs
Und so spannend wie dieses Jahr war es noch nie, denn die
ersten fünf Plätze sollten sich nur in den Feinwertungen unterscheiden. Dabei
zeigte sich zu Beginn des Äskulap-Turniers ein gewohntes Bild. Die Titelträger
zogen vereint ohne Punktverluste an die Tabellenspitze, unter ihnen auch die
top gesetzten Großmeister Jurij Zezulkin und Leonid Voloshin. Doch in der vierten
Runde, gegen Halbzeit des Turniers, wandte sich das Blatt etwas. Die
schwächeren Spieler probten den Aufstand. Gleich vier Internationale Meister
konnten dem nicht standhalten und mussten die Waffen strecken. Insbesondere die
jugendlichen Schacheleven des SV Rüdersdorf aus Brandenburg werden den Meistern
wohl unangenehm in Erinnerung bleiben. Erfolgreicher verlief dagegen das 2. Apotheken-Turnier für
den Görlitzer Schachnachwuchs. Im letzten Jahr aus der Taufe gehoben, um auch
den etwas schwächeren Spielern eine Chance auf einen vorderen Platz zu geben,
konnte die Teilnehmerzahl mit 56 fast verdoppelt werden. Zweiter wurde
überraschend Daniel Reimann vom SV Görlitz. Der erst 13-Jährige, nur an Nummer
26 gesetzt, vollzog einen wahren Triumphzug, bezwang nacheinander top gesetzte
Spieler und landete zum Schluss, nach fünf Siegen und zwei Unentschieden und
ohne Niederlage, sensationell auf Platz zwei. Mit diesem Erfolg steigert er nach
inoffizieller Auswertung seine Wertzahl um mehr als 300 Punkte. Zusätzlich zu den beiden Hauptturnieren veranstaltete der SV
Görlitz am Karfreitag das Kinderturnier „Äskulap-Junior" sowie das
„Freizeit-Turnier" für alle Nichtaktiven Spieler. Im Juniorturnier, das mit 32
Kindern wieder auf sehr gute Resonanz gestoßen war, wurde in zwei Altersklassen
gespielt, U10 und U14. Quelle: Sächsische Zeitung vom 13. April 2004 |
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