Eine gute Besetzung wies das
traditionelle Blitzschachturnier des SV Görlitz 1990 am Buß- und Bettag
auf. 22 Schachsportler fanden den Weg in den Kulturraum der 2.
Medizinischen Klinik, um ihre Kräfte im Schnelldenken zu messen. Beim
Blitzschach, einer sehr beliebten Wettkampfform bei Aktiven und
Nichtaktiven, stehen jedem Spieler lediglich fünf Minuten Bedenkzeit für
ein ganzes Spiel zur Verfügung. In rund vierstündiger Spielzeit konnten so
volle 21 Runden absolviert werden.
Im Kampf um den Turniersieg blieben
die ganz großen Überraschungen aus. Die Mannschaftsleiter der beiden
ersten Teams des SV Görlitz 1990 lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen.
Am Ende hatte bereits zum dritten Male Thomas Liebs bei einem Görlitzer
Blitzturnier die Nase vorn. Im direkten Duell setzte er sich gegen Mario
Kosubek durch, was am Ende über den Turniersieg zu Gunsten Liebs' mit
einem halben Zähler Vorsprung entschied. Den dritten Rang erkämpfte sich
mit bereits 2,5 Zählern Rückstand zum Sieger Dariusz Soltys aus Polen, der
erstmals zu Gast bei einem Turnier in der Neißestadt weilte. Hinter
Altmeister Max Zingler vom SC Oberland platzierte sich etwas überraschend
Dietmar Schröter vom SV Görlitz vor dem zweiten Polen Stanislaw Chamera
auf Rang fünf. Erfolgreichster Jugendlicher wurde Paul Nitsche als
Neunter.
Viele Schüler an den Brettern
Er erkämpfte sich ebenso wie Lars Nitschke, der sich auf Platz elf als
bester Schüler auszeichnen konnte, mehr als fünfzig Prozent der Punkte.
Werner Tschacher als 14. kam als bester Nichtaktiver ein. Erfreulich war
die steigende Zahl von Teilnehmern aus dem Schülerbereich, die eine
Bereicherung des Turniers darstellten. (awß)